Die Funktionsweise
Die EMS Technologie ist mittlerweile seit mehr als fünfzig Jahren erforscht und basiert auf langjährigen Erfahrungen im Trainingssektor. Mit niederfrequenten Impulsen wird eine Muskelkontraktion erreicht.
Revolutionär neu dabei ist die Mittelfrequenz
Aber zuerst zur Niederfrequenz EMS
Wir haben hier eine niederfrequente Spannung mit einer Frequenz von ca. 85 Hz. Dies entspricht einer gängigen Trainingsmethode um die schnellen Muskelfasern im Körper ansprechen zu können.
Dabei kontrahieren die Muskeln synchron mit der Stromfrequenz. Jede "Umdrehung" löst somit ein Aktionspotential in den Nerven aus, was schließlich zur Muskelzuckung führt.
Man stelle sich einfach vor, man klinkt sich in das Anschlusskabel des Muskels mit einem Stromgenerator ein, und erzeugt eigene Impulse. Der Muskel zuckt.
Niederfrequente EMS hat, vereinfacht gesagt Nachteile, die durch die Mittelfequenz aufgehoben werden kann.
Die Vorteile der MET Mittelfrequenz*
"Mit ihr können beim AmpliTraining Impulse in allen Gewebearten (z.B. auch Fettgewebe) gesetzt werden. Denn: AmpliTraining unterscheidet sich vor allem durch die integrierte AmpliTrain-Technologie mit „digitalisierter MET“ – einer hüllkurven–modulierten Mittelfrequenz von 2 kHz, die ein deutlich gezielteres Training erlaubt." Textquelle: amplitrain.de
Um es in einfachen Worten zu sagen: Die Mittelfrequenz von 2000 Hz ist eine reine Trägerfrequenz, die in das Gewebe abgeben wird. Sie alleine hat bereits den großen Vorteil, dass Sie tief wirksam ist und die Zellen zu einer höheren Stoffwechselaktivität anregt. Stichwort: Cellulite, Fettabbau. Ein Training nur für den Zellstoffwechsel und für die Regeneration wird damit möglich.
Die (unmodulierte, unveränderte) 2 kHz Grundfrequenz sieht grundsätzlich aus wie die 85 Hz Frequenz... Sie schwingt nur 23,5 mal schneller.
Natürlich wollen wir die Vorteile der NF nutzen*
Zweifelsohne hat die Niederfrequenz ihre Funktion,
sie spricht die Muskelfasern über die Nerven an und löst frequenzsynchrone APs* aus.
Die mittelfrequente Trägerwelle von 2kHz wird einfach um sogenannte Fenster ausgeschnitten. Den Abstand der Fenster (entspricht der Frequenz) und die Tiefe (Fenstertiefe) kann man beliebig einstellen.
Somit haben wir ein NF-Signal welches erstmals volumenwirksam über das Mittelfrequenzband auch tiefe Muskel- und Gewebeschichten erreicht.
Alleine mit dieser Technik werden die meisten Nachteile der klassischen NF aufgehoben.
Gleichzeitig wird das Gewebe durch die 2000 Hz Signale angeregt und aktiviert. Man muss nicht erwähnen, dass ein Stoffwechselaktiver Muskel schneller regeneriert und auch an Masse zunimmt, als ein Stoffwechselarmer.
Jetzt kommt noch ein Highlight: die Schwellmodulation*
Die Kurve links zeigt eine hüllenkurven modulierte Mittelfrequenz in Form von Schwellmodulation - Nun sprechen wir aber von Impulsen pro Minute. (Zur Erinnerung: voher war alles in Hertz, also pro Sekunde angegeben)
Was machen diese Impulse?
Im Muskelinneren erfolgt die Kontraktion nicht, wie wir vielleicht vermuten könnten, elektrisch, sondern chemisch. Und zwar mit Hilfe von Ca++ Ionen (Kalziumionen). Die Kurve triggert (löst aus) die Ca++ Ionen in den Muskelfasern.
Es geschieht folgendes im Muskel: Er kontrahiert sich "mit eigener Kraft" und wird nicht von aussen künstlich dazu gezwungen. Durch die Anzahl der Impulse pro Minute kann man das Trainingsergebnis steuern. Siehe ganz unten auf dieser Seite, im Bericht von Beate Rösch.
Der trainingswirksame Höhepunkt der MET Kurve*
Die hüllkurven modulierte Mittelfrequenz mit Niederfrequenzfenstern in der Form von Schwellmodulation.
Das ist die "eierlegende Wollmilchsau". Und der Trainer kann JEDEN dieser Parameter frei an das gewünschte Training anpassen.
Integriert in diese Kurve sind:
- Zellaktivierende, volumenwirksame 2kHz
- Muskelwirksame Schwellmodulation
- Niederfrequenter Reizstrom
Und das alles in einem Paket. Und das alles für den ganzen Körper. Die Technik zielt darauf ab, bei richtigem Einsatz ein hocheffektives, physiologisch wertvolles Training in kürzester Zeit absolvieren zu können. Gleichzeitig Fett abzubauen, den Zellstoffwechsel anzukurbeln und die für den Hormonhaushalt so wichtigen Muskelgruppen aufzubauen.
Fazit aus Sicht einer Pyhsiotherapeutin
Abschließend sei nochmals gesagt, was nun eigentlich die Vorteile der MET sind.
Wir haben 3 unterschiedliche Komponenten:
- 1) MF-Trägersignal
- 2) NF-Hüllkurvenmodulation
- 3) Schwell-Modulation
1) bewirkt eine echte Tiefenwirkung,
ein komplettes Erfassen des gesamten
durchströmten Gewebes, dort ein Öffnen der Membranen und somit ein massives
Verbessern des Gewebestoffwechsels – was ja eine optimale Voraussetzung für
Training ist.
2) ermöglicht eine Ansprache der Nerven.
Allerdings nicht als Zwang sondern als
Eigenreaktion, was ja unzweifelhaft physiologischer ist als die eigentliche NF. Auch
hier kann ich nun mit Frequenzen spielen:
Die 100Hz wählt man auch hier zur Schmerzlinderung (TENS6)
50-70Hz unterstützt die Kontraktion der phasischen7 Muskelfasern
50 Hz unterstützt die Kontraktion von ST- und FT-Fasern
20-40Hz inkomplette Kontraktionen, Schütteleffekt, Muskelpumpe. Vaguserregung,
Erweiterung Blutgefäße, hauptsächlich werden ST-Fasern erreicht.
5-10Hz Erregung Sympathikus und Tonisierung der Blutgefäße
3) spricht das Muskelgewebe direkt an
Bei 4 bis 6 Impulsen je Minute haben wir es hier mit einer von Senn als „quasiphysiologischen“
Muskelkontraktion zu tun.
15 Imp/min. Mikromassage und Lymphstimulation
30 Imp/min. Kräftige Muskelfasertonisierung
60 Imp/min. Reaktive Tonisierungs- und Detonisierungseffekte (je nach dem was
benötigt)
100 Imp/min. Spasmolyse, Lockerung verspannter Muskeln |
*Bitte um Beachtung:
Die Frequenz - Diagramme wurden zum besseren Verständnis vereinfacht dargestellt.
Einer der wesentlichen Aspekte der MET liegt darin, dass es ein absolut nulllinien-synchroner Rechteckimpuls ist, auf dem diese aufbaut.
Das heißt, dass die Darstellungen vereinfacht nicht die exakte MET darstellen, sondern eine sinusoidale Mittelfrequenz.
Ebenso habe ich versucht dieses komplexe Thema, mit soviel eigenen Worten wie möglich, zu beschreiben. Wissenschaftlich belastbare Aussagen bitte ich einfach direkt der offiziellen www. amplitrain.de zu entnehmen.
Die Idee dahinter:
"Ein effektives Trainingsprogramm, bei dem man die für die eigene Motivation so wichtigen Resultate sieht, ist doch heutzutage gar nicht mehr möglich.
Wer hat denn noch die Zeit und den Ehrgeiz, entweder frühmorgens oder spätabends nach der Arbeit noch zu trainieren?
Das moderne EMA (elektrische Muskelaktivierung) Training ermöglicht mit wenig zeitlichem Aufwand, ein physiologisch wertvolles Traingsprogramm."
*Begriffserklärung:
Slow Twitch Fibres: langsame Skelettmuskulatur
AP: Aktionspotential, Nervenreiz-Impuls
|